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8bar – Last One Standing at Berlin Tempelhof – Rennbericht

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geschrieben von Hagen Lindner
Fotos: Stefan Haehnel / recentlie.com

Du musst früh aufstehen…

Es war ein wundervoller Samstag auf dem ehemaligen Flughafengelände „Tempelhof“. Wir trafen uns bereits um 6 Uhr morgens zum Aufbau der Strecke. Schließlich galt es einiges aufzubauen: alte Autoreifen, Gitter und Absperrband als Begrenzung und all die anderen Dinge, welche für ein gelungenes Rennevent notwendig sind.

 

 

Als es Mittag wurde, waren bereits die meisten der insgesamt 70 registrierten Starter bereit und holten ihre Kits mit Goodies von unseren Sponsoren ASS Savers, Keirin Berlin & Continental. Und auch die ersten Besucher breiteten ihre Decken nahe der Strecke aus. Eine wirklich tolle Eigenschaft der Strecke war es, dass sich nahezu von überall der gesamte Kurs überblicken lies.

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…wenn du bis zum Ende durchhalten willst

Die Regeln für das Rennen waren sehr einfach: Bring dein Fixed Gear Bike mit, baue deine Bremsen ab und tritt so doll in die Pedale wie du nur kannst. Jeder Starter hatte die Chance sich mit einer schnelle Runde zu qualifizieren. Gestartet wurde immer mit 30 Sekunden Pause. Schnell wurde klar, dass die sehr technische Streckenführung die Einen mehr forderte als Andere. So fuhr Félix Lhenry – von der „Dijon Mustard Crew“ (DMC) aus Frankreich die schnellste Runde.

Während die schnellsten 32 Fahrer sich direkt fürs 1/4 Finale qualifizierten hatten acht weitere die Chance eine sogenannte „Wild Card“ im „Last Chance Race“ zu ergattern. Während dieses „kleine Finale“ lief war die warme Spätsommerluft an der Strecke bereits erfüllt mit Jubel und Anfeuerungsrufen der Zuschauer.

Bleib schnell & lass dich nicht überholen

 

Danach wurde es ernst: In den nächsten Rennen wurde nach jeder Runde der letzte Fahrer aus dem Rennen genommen und schied aus. In den meisten der Viertelfinal-Rennen gelang es einer Gruppe von drei bis fünf Fahrern gleich in den ersten Runden einen Vorsprung herauszufahren. Das machte es all denen sehr schwer, die dem hohen Tempo zu Beginn nicht folgen konnten.

„Girls race too“

 

Vor dem Finale der Männer war es an der Zeit für das Frauen-Rennen. Am Ende waren es leider nur drei die starteten nachdem zwei Starterinnen ihre Teilnahme kurzfristig absagen mussten. Trotz alledem war es ein sehr packendes Rennen zwischen Kim van Dijk (SHE36 – girls fixed gear group), Sandra Thiel (RSU) & Marion Dziwnik (Team Standert). Zu Beginn fuhren die Drei noch in einer Gruppe, bevor sich Sandra und Marion etwas absetzten konnten. Nachdem Marion bereits einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte, rutschte sie mit dem Vorderrad in der Haarnadelkurve und stürzte. Sandra zeigte wahren Sportsgeist als sie Marion überholte und verlangsamte ihr Tempo als sie selbst die Kurve passiert hatte. Marion konnte das Rennen fortsetzen und präsentierte ihre Willensstärke: Sie gewann am Ende trotz Sturz mit Abstand.

Bis nur einer übrig bleibt

Die Anspannung war merklich zu spüren, als die letzten acht Fahrer zum Finale antraten. Was nicht nur an den zu gesponserten Preisen lag: Ein Laufradsatz von DT Swiss, ein individuelles Rahmenset von 8bar bikes für den bestplatzierten Fahrer ohne Team und weitere Preise von Selle San Marco und Adidas Cycling. Das Tempo war von Beginn an sehr hoch. Doch es war auch für alle Anwesenden klar zu erkennen, dass alle Fahrer die jetzt noch dabei waren bereits einige kräftezehrende Runden in den Beinen hatten.

 

Am Ende konnte Paul Stubert vom 8bar Team seine Rennerfahrung ausspielen und wurde Dritter. Am Ende war es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Johannes Killisperger vom Team mess pack berlin und Félix Lhenry von DMC. Leider stürzte Johannes zwei Kurven vor Schluss beim Versuch an Félix vorbei zu ziehen und vergab so seine Chance auf den Sieg. So war es am Ende Lhenry der sich den Titel „Last One Standing“ verdiente.

Malte Jörß gewann als Fünfter das 8bar Rahmenset und wird ab nächster Saison für die 8bar Rookies starten.

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Fortsetzung folgt…

Inzwischen war es Abend auf dem Tempelhofer Feld und die untergehende Sonne läutete das Ende dieses wunderschönen Spätsommertages ein. Nachdem die Podiumsplatzierten gefeiert und alle Preise überreicht waren, war der Tag für allerdings noch nicht ganz vorbei. Schließlich galt es auf der Aftershow Party im Promenadeneck noch den „Very Last One Standging“ zu kurieren… Für alle die an der Organisation mitgewirkt haben war bereits klar, dass es sicher eine erneute Auflage des „Last One Standing“ im nächsten Jahr gebenw ird.

Großer Dank gilt an dieser Stelle vor allem allen Helfern, Zuschauern, Fahrern und Sponsoren, welche zu diesem tollen Event beigetragen haben.

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